Urheberrecht liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität Herrnhuter Brüdergemeine
Strom des Wassers
„Quellwasser schickst du die Täler hinab,
in Bächen fließt es zwischen den Bergen dahin.“
Psalm 104, 10
Nichts ist schöner wie ein Bach mit klarem Wasser, der durch einen trockenen Sommer fließt wie in diesem Jahr.
Allein schon das erfrischende Geräusch des Plätscherns erfrischt die eigene Stimmung.
Wie in einem Waschvorgang werden Gedanken sanft aufgenommen, abgespült und schwimmen einfach auf und davon.
Dabei ist der Fluss des Wassers alles andere als leicht. Ständig stellen sich neue Hindernisse dem Fluss des Elements entgegen.
Allerlei Steine, Äste und Unebenheiten versuchen den Fluss aufzuhalten. Und doch findet das Wasser seinen Weg.
Es gibt kein Leben ohne Hindernisse. Sie kommen früher oder später, immer wieder, mal mehr, mal weniger. Oft sehen sie aus, als wären sie unüberwindbar.
Doch die Erfahrung zeigt: Irgendwie geht es doch immer weiter. Das Wasser findet seinen Weg.
So verhält es sich mit der Güte Gottes. Sie entspringt aus seiner schöpferischen Liebe wie zwischen den Felsen der Berge
und findet ihren Weg durch die Natur zu den Menschen. Sie kommt an, nicht immer gleich und sofort, und oft auf ganz anderen Wegen.
Da ist nichts selbstverständlich, jederzeit und in Fülle zu erwarten. Aber wo die Güte Gottes auf die offenen Hände des Menschen trifft,
da entsteht Leben, da entspringt Freude, da treffen die Elemente des Himmels auf die der Erde wie bei einem erfrischenden Sommerregen.
Meist geschieht dies unverhofft, ist aber mit unsäglicher Freude verbunden bei denen,
die ein Sinn dafür haben, die Zeichen Gottes verstehen und zu schätzen wissen.
Ihr und Euer
Martin Schulz
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