Am Sonntag den 06. September 2026 war es endlich soweit, dass die Gemeinde ihren neuen Pfarrer begrüßen und im Gottesdienst in Heraklion erleben konnte. Axel Stein ließ sich von der EKD auch nicht zweimal um diese Aufgabe bitten, sondern hatte die Insel Kreta schon in Urlauben zuvor mit seiner Frau Elke in sein Herz geschlossen. Nun haben sich reichlich BesucherInnen aus Osten, Süden, Westen und Heraklion eingestellt, um dem neuen Pastor die Hand zu reichen und in unserer Runde willkommen zu heißen.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Kristina hat Pfarrer Stein den Gottesdienst gehalten in schlichter Liturgie, aber in seiner ruhigen und besonnenen Art eine Souveränität bewiesen, von der sich alle Anwesenden mitnehmen ließen in den Verlauf des Gottesdienstes. In seiner Predigt über Lukas 19, 1-10 war er denn ganz in seinem Element und wusste seine Gemeinde mit klaren Worten in seine Gedankengänge mitzunehmen. Bei der Geschichte des Zöllners Zachäus ging es ihm vor allem um den Blickwinkel, wie Menschen einander wahrnehmen und Gott selbst noch viel weiter und tiefer schaut. "Jesus steht für den suchenden leidenschaftlichen Gott", der auch hinter die Fassade blickt. Immer klarer entwickelte Pfarrer Stein das Geschehen, in dem am Ende der gerne übersehene Zöllner durch die Begegnung mit Jesus ein ganz anderer Mensch wurde. Schließlich wurde allen deutlich, dass "Gott auf der Suche ist, um zu retten, heil zu machen und das Leben auf einen festen Grund zu stellen". Die knisternde Spannung in seiner Predigt löste sich schließlich auf in der gemeinsamen Feier des Abendmahls. Fröhliche Lieder unter der Begleitung von Martina sowie die Beiträge des Minichores mit Martina, Claudia, Kristina und Manuela taten ihr übriges, um diesem besonderen Gottesdienst seine besondere Feierlichkeit zu verleihen.
Im Anschluss lockten nicht nur reichlich Kaffee- und Kuchenspenden zum Beisammensein, sondern die seltene Gelegenheit von Begegnungen zwischen allen drei Gemeindeteilen. Die besondere Aufmerksamkeit galt natürlich Pfarrer Stein; ihn in seiner ruhigen Offenheit kennenzulernen war allen ein nachhaltiges Erlebnis. So sei ihm Gottes gute Geleit und Segen zu wünschen für seinen Dienst in unserer weit verzweigten Gemeinde auf Kreta.
Martin Schulz
Die Zeit von Juli bis August ist eine besondere in der Evangelischen Kirche Kreta. Denn in dieser Zeit ist kein von der EKD entsandter Pfarrer zugegen. Andererseits sind dies die Monate der Hochsaison, in denen die meisten Touristen Kreta besuchen. Auf diesem Hintergrund hat Martina Agriogiannos ein neues Projekt ins Leben gerufen und eine leichte Sommerandacht am 16. August 2026 in der Kath. Kapelle zum Heiligen Kreuz in Heraklion angeboten.
Wie schon im Monat zuvor hat sie mit viel Bedacht und ihren musikalischen Fähigkeiten die Sommerandacht an diesem Sonntag zum Thema Demut gestaltet. Nicht nur war die kleine Kirche liebevoll geschmückt, auch hat sich die Eine oder der Andere eingefunden zu dieser besinnlichen Stunde. Anschließend wurden Tee und Kaffee gereicht sowie ein Sommerkuchen mit Nektarinen und Aprikosen.
Mit einem Glas Aprikosenmarmelade durfte jeder den frischen Geschmack der Sommerandacht mit nach Hause nehmen.
Eine Stimme aus der Gemeinde schrieb: "Liebe Martina, es war eine sehr gelungene Andacht. Du hast das mit sehr viel Feingefühl vorbereitet und es regt zum Innehalten an. Vielen Dank!"
Auch in Chania wurden von Pf.i.R. Martin Schulz im Juli und August je ein Sommergottesdienst mit Abendmahl gehalten, der von zahlreichen TeilnehmerInnen gerne angenommen worden ist.
Martin Schulz (Foto unbekannt)
Am letzten Sonntag im Juli haben Rosine und Ulrich Sauber ihre Festtafel in Melidoni extra lang aufgebaut, denn sie haben in diesem Jahr 2026 zum traditionellen Gemeindegrillen eingeladen. Schon Stunden vorher wurde in vielen Küchen der Gemeindemitglieder mit Bedacht gebacken, geschnippelt und geköchelt, bis eine Vielzahl von Salaten und süßen Nachspeisen entstanden waren. Währenddessen hat Uli ausgesuchte fleischliche Köstlichkeiten zubereitet.
Am frühen Abend haben sich dann 17 Getreue und Gäste eingefunden, jede und jeder mit einem Gefäß unter dem Arm und Vorfreude im Sinn auf ein vielversprechendes Gemeindefest.
Schon das Wiedersehen hat sich ebenso herzlich wie freudig angefühlt. Da kam der von Bernard gereichte Sekt von erlesener Qualität gerade recht, um ein erstes Mal fröhlich miteinander anzustoßen. Dann lockten die vielen Salate, andere Beilagen, edle Tropfen in den Gläsern sowie der Duft von Ulis Fleischspezialitäten zum beherzten Zugreifen. Die exquisiten Geschmacksvariationen haben dann auch zu äußerstem Wohlbefinden und lebhaften Gesprächen beigetragen. Immer wieder wurde fröhlich angestoßen, vom reichen Buffet nachgelegt, Gesprächspartner gewechselt und schöne Erinnerungen gepflegt.
Am späten Abend wurde schmerzlich bewusst, dass noch so manch langer Heimweg bewältigt werden musste. Da lagen sich schließlich alle noch einmal in den Armen, um sich herzlich zu verabschieden.
Bleiben wird die Erinnerung an einen rundum gelungenen Abend in fröhlicher Gemeinschaft und einem liebevollen Miteinander, das die Sehnsucht auf das nächste Treffen richtet. Allen Beteiligten gebührt ein herzlicher Dank für ihr Dabeisein und Mitmachen. Besonders dankbar sind wir jedoch unseren Gastgebern Rosine und Uli, die uns diesen wunderbaren Abend ermöglicht haben.
Martin Schulz
Ein erster Gruß von Ihrem neuen Pastor hin zu Ihnen nach Heraklion, Chania und Ierapetra. Ab September werde ich in Heraklion wohnen und bin bereits jetzt gespannt, Sie an den drei Orten der Gemeinde kennenzulernen.
Noch bin ich beschäftigt mit vielen Dingen, die in der Gemeinde hier am Niederrhein, in Viersen Süchteln, zu erledigen sind. Ende Juli geht diese Zeit zu Ende. Mit jenem Foto, auf dem ich auf dem Motorrad sitze und rückwärts schaue, haben wir zu meiner Verabschiedung eingeladen. Ich schaue zurück auf 12 Jahre in der Gemeinde Süchteln und auf weitere 28 Jahre in Duisburg und Solingen.
Diese Zeit geht in der Tat zu Ende. Deshalb schaue ich zurück.
Aber ich schaue auch nach vorne! Ich freue mich auf die Zeit bei und mit Ihnen auf Kreta. Ich darf Sie begleiten in den drei Gemeindestandorten. Ich darf mit Ihnen Gottesdienste feiern, ins Gespräch kommen, unterwegs sein, gemeinsam nach neuen Wegen suchen, Zeiten miteinander erleben und noch manches mehr. Darauf freue ich mich sehr! In unserem rheinischen Gesangbuch steht das schöne Lied „Vertraut den neuen Wegen“. Es erzählt vom Unterwegssein, aber auch davon, dass Gott uns „entgegenkommt“ und mit uns unterwegs ist.
Daher entsteht die Gewissheit, dass die Zukunft „hell und weit“ ist. Ich freue mich darauf,
die Zukunft in den nächsten Monaten mit Ihnen zu gestalten. Und ich bin mir recht sicher, dass Gott eine Menge Überraschungen bereithält. Ich jedenfalls bin sehr neugierig auf Sie und darauf, was wir gemeinsam erleben werden.
Wer ich bin? Oder: Mit wem werden Sie es zu tun haben?
Mehr als ein halbes Leben, im Herbst werden es 36 Jahre, bin ich verheiratet mit meiner Frau Elke. Wir haben zwei erwachsene Kinder, die ihrerseits in festen Beziehungen leben. Julia, unsere jüngste Tochter, hat in der Osterwoche ihr zweites Kind geboren, sodass wir inzwischen zweifache Großeltern sind.
Dennoch komme ich allein nach Kreta. Meine Frau ist noch erwerbstätig. Sie werden sie kennenlernen, wenn sie mich im Oktober besuchen wird.
Beruflich bin ich in sehr unterschiedlichen Gemeinden unterwegs gewesen. Von Duisburg Marxloh nach Solingen und von dort an den Niederrhein nach Süchteln. Von jeder dieser Stationen habe ich Einsichten und Erfahrungen mitgenommen, die mein eigenes Leben bereichert haben. All dies bringe ich mit.
Wichtiger als das finde ich, dass wir gemeinsam herausfinden, was an den einzelnen Standorten „dran“ ist und woran Sie interessiert sind.
Τα λέμε σύντομα,
Ihr Axel Stein
Angelika Erler und Pf.i.R. Matthias Weichert (Foto: M. Schulz)
Ein Neuer kommt
Ein Jecke aus Kölle, ein Schulungsbeauftragter der EKD,
Ein Militärpfarrer der Bundesluftwaffe, ein Gemeindepastor.
Die Anspannung ist groß, die Erwartung ist hoch.
Jeder Mensch ist unterschiedlich.
Was kommt auf die evangelische Auslandsgemeinde der
EKD auf Kreta zu.
Es kam ein Mensch und blieb zehn Monate bei uns .
Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Klar strukturiert, offen für Vieles
überzeugt im Glauben an unseren Gott
Und den Menschen zugewandt.
Er machte uns klar; Wir sind auch in der Neuen Heimat nicht allein.
Gott ist bei und mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem Neuen Tag.
Danke Matthias und immer eine handbreit Wasser
unter dem Kiel.
Ulrich Sauber
Unsere Gemeindegruppe nach dem letzten gemeinsamen Essen in Chania-Chalepa (Foto: M. Schulz)
Ein erfreulicher Besucherrekord hat sich am griechischen Pfingstsonntag am 31. Mai 2026 im Gottesdienst in Chania eingestellt. Mit 26 Besucherinnen und Besuchern waren restlos alle Plätze in der Kath. Kirche Maria Geburt in Chania Chalepa besetzt, als Pastor Martin Schulz zusammen mit Andreas Pasemann an der Orgel einen festlichen Gottesdienst gestaltet haben. Mindestens in den letzten vier Jahren ist kein besser besuchter Gottesdienst in der kleinen Kirche in Chania bekannt.
Pastor Schulz betonte in seiner Predigt den Wert der Sprache und der Stimme für eine gelungene Gemeinschaft. Dazu hat es Andreas Pasemann einmal mehr auf das Beste verstanden, die Gemeinde zu einem leidenschaftlich kräftigen Gesang anzuleiten.
Anschließend hat sich der größte Teil der diesjährigen Pfingstgemeinde in einer Taverne in Kalives zum gemeinsamen Essen verabredet. Der Wirt hat die unverhoffte Herausforderung, 20 Gäste an einem Tisch mit feinsten Spezialitäten des Ortes zu bewirten, mit Bravour bestanden. So ist das Pfingstfest im Westen der Gemeinde erst festlich, dann zünftig in fröhlich-geselliger Gemeinschaft gefeiert worden.
M. Schulz
(Foto: Andreas Pasemann)
Am Sonntag, den 24. Mai 2026 fand die Hauptgedenkfeier mit Kranzniederlegung auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Maleme (German War Cemetery, Maleme) statt.
Um den 85. Jahrestag der Schlacht um Kreta 1941 wurde auch in diesem Jahr der zahlreichen Deutschen und Griechischen Gefallenen mit einer Reihe von Veranstaltungen gedacht.
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland mit Botschafter Andreas Kindle hat die Hauptgedenkfeier auf dem Deutschen
Soldatenfriedhof auf Maleme veranstaltet mit einer beeindruckenden Zeremonie aus Gottesdienst mit Beteiligung aller christlichen Konfessionen, Grußworten und Kranzniederlegungen. Musikalisch gestaltet wurde die Zeremonie vom Musikkorps der SChule für Reserveoffiziere der Infanterie. Zu diesem Anlass waren auch die Evangelische Kirchengemeinde Kreta geladen, die wir mit neun Vertretern zugegen waren. Pastor Weichert war mit einem Segenswort am Gottesdienst beteiligt, dem sich verschiedene Grußworte angeschlossen haben. Zuletzt wurden Kränze zum Zeichen der Ehrung der Gefallenen niedergelegt.
Insgesamt hat diese Zeremonie den hohen Respekt beider Nationen voreinander zum Ausdruck gebracht, die auf den schlimmen Ereignissen beruht, die die grausame Schlacht um Kreta im Mai 1941 mit sich gezogen hat. Erst im Gedenken wird der Kampf des kretischen Widerstands um Demokratie und Freiheit gewürdigt, der sich gegen den Angriffskrieg der Nazideutschen gestellt hat.
Eine abschließende Schweigeminute galt den unzähligen Gefallenen, die auf kretischem Boden ihr Leben gelassen haben.
M. Schulz
Ein besonderes Ostererlebnis hatte der Kreissynodalvorstand (KSV) des Kirchenkreises An der Agger: Die Gruppe reiste privat gemeinsam nach Kreta, um dort ein zweites Mal Ostern zu feiern. Möglich wurde dies durch den unterschiedlichen Ostertermin der griechisch-orthodoxen Kirche, die das Fest in diesem Jahr eine Woche später als die westlichen Christen begeht.
Anlass der Reise war der Besuch bei Pfarrer Matthias Weichert, dem ehemaligen Schulreferenten des Kirchenkreises. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand ist er seit September 2025 und noch bis zum 30. Juni 2026 Pastor der deutschen Gemeinde auf Kreta. Die Gruppe um Superintendent Michael Braun gestaltete gemeinsam mit der Gemeinde die Osterfeierlichkeiten. Besonders beeindruckend fand Diakoniepfarrer Oliver Cremer die Osternacht mit Beginn um 21 Uhr am Samstagabend in Rethymnon. Die ganze Stadt habe bis nach Mitternacht Ostern gefeiert. “Da hat man gesehen, welchen Stellenwert Ostern hier für die Menschen hat.”
Am griechischen Ostersonntag, dem 12. April, hielt Superintendent Braun einen evangelischen Gottesdienst in der katholischen Kirche von Chania. Themenschwerpunkt waren das Osterlachen und die Osterfreude, passend zum griechischen Frühling bei 22 Grad und herrlich blauem Himmel. Am folgenden Ostermontag, dem 13. April, feierte die deutsche Gemeinde einen Open-Air-Gottesdienst in Gournia.
Die Reise des Kreissynodalvorstands stand im Zeichen der Gemeinschaft und der ökumenischen Begegnung. Die doppelte Osterfeier auf Kreta wurde zu einem Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts über konfessionelle Grenzen hinweg.
(Der Artikel mit Foto wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Kirchenkreis An der Agger)
Ev. Trauung 2025 an der Südküste bei Ierapetra
Unsere Evangelische Kirchengemeinde Kreta bietet die Möglichkeit, hier auf Kreta auch an ungewöhnlichen Orten eine Evangelische Trauung in deutscher Sprache gegen Gebühr durchzuführen. Sich vor Gott und seiner schönsten Schöpfung das Jawort zu geben ist mit den schönsten Gefühlen verbunden und ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmenden. Eine eingehende persönliche Beratung sowie Vorbereitung ermöglicht eine individuelle Gestaltung und Durchführung.
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
E-Mail: pfarramt@evkikreta.de
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